Farbgestaltung

Einen Farbentwurf des national wie international bekannten Künstlers Jacques Gassmann hat die Gemeinde der katholischen Kirche St. Jakobus in Schifferstadt für ihre neue Orgel ausgewählt.
Prospektgestaltungen vom Maler und Zeichner Jacques Gassmann im süddeutschen Raum sind den Gemeindemitgliedern bekannt und sie haben die Werke des Künstlers zur Passion und zur Apokalypse gesehen. Seine dreidimensionalen Orgeldarstellungen sind eine tiefgehende Kunst am Bau, die den konzentrierten künstlerischen Diskurs mit biblischen Themen widerspiegeln.

In seiner unnachahmlichen Weise beabsichtigt Jacques Gassmann die Orgel in Blautöne zu tauchen. Die Struktur und das Aussehen einer Jakobsmuschel soll in diesen Farben zu erkennen sein. Dieses ausgewählte Motiv erinnert an Jakobus, den Älteren, dessen Grabstätte in Santiago de Compostela für die Pilger weltweit zum Wallfahrtsort wurde. Die nach ihm benannte Muschel ist für die Wallfahrer zu einem Glaubenssymbol geworden.So ist hier die Farbe Blau vom bildenden Künstler als ein Zeichen des Wassers und des Himmels vorgesehen. In dieser Farbwahl und ihrer Nuancierung wird Jacques Gassmann auf den Untergrund, das Holz in seiner Verarbeitung, den ausgelobten Entwurf mit Mitteln purer Malerei übersetzen.

Das Außergewöhnliche bei dieser Orgel werden große Farbstrukturen und Tonverläufe bedeuten, die dazu entworfen sind, einzigartig die Klangwelten visuell zu übertragen. Die Gestaltung des Prospektes soll somit kein Bild produzieren, sondern einen atmosphärischen Raum für ein musikalisches wie auch sakrales Erleben.
In der Dualität von Materialität der Orgel an sich und Immaterialität der Klangwelten, die diese erzeugen soll, wird der Farbkosmos, in diesem Moment auch Ozean, von Jacques Gassmann entschlüsselt. Der Künstler wird ein Blau erzeugen, das bis ins Ätherische hinein die Möglichkeiten der Farbe vom Tiefenblau des Meeres zur Helligkeit eines Gestades so ausschöpfen will, daß diese gleichfalls Schattierungen der Dämmerungen wie Spiegelungen des Lichts bis hin zum Zenit variieren werden. Die Tuschen werden in einer Technik der Lasuren aufgetragen und sollen so dem Instrument den absoluten Ausdruck einer Komposition geben.
Laut dem arrivierten Künstler werden die einzelnen Elemente transparent angelegt, um so die vorstellbaren Ausmaße kontemplativ und meditativ zu erweitern und zu vervollkommnen.

Frank Schablewski,
Düsseldorf

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